Archiv für den Monat: November 2015

Der korekte Umgang mi Geld

Neben Liebe und Gewichtsabnahme ist es das Thema in den Köpfen. Ob jung oder alt, ob etabliert im Beruf oder ganz ohne Arbeit: Es geht nicht ohne Geld. Doch was ist zu tun, wenn am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist? Oder bei einer überraschenden Autoreparatur, defekter Waschmaschine oder Spontankauf eines Herzenswunsches? Eine Geldreserve muss her, ein prall gefülltes Sparkonto oder am besten auch gleich Sachwerte. Doch wie dahin kommen ohne Lottogewinn oder dicker Erbschaft? Wobei von letztgenannter nach Steuerabzug ohnehin nicht mehr viel übrig bleibt.

Grundsätzlich ist es ein guter Anfang, sich über seine kompletten Einnahmen und Ausgaben bewusst zu sein. Manch einen mag es erstaunen, doch überproportional vielen Menschen ist nicht klar, wie ihre persönliche Einnahmenüberschussrechnung eigentlich ausschaut. Kein Wunder also, dass tendenziell viele Privathaushalte überschuldet sind und Peter Zwegart eine eigene Sendung hat.
Nicht zuletzt durch Banken, die im Verlauf der letzten zwanzig Jahre verlernten, ihre Kunden hinsichtlich Finanzen tatsächlich allumfassend zu beraten. Es dreht sich nur noch um Verkauf von Eigenprodukten. Und eines der rentabelsten Eigenprodukte ist der Privatkredit.

Genau dieser ist es, von dem der Privatmann (sowie die Privatfrau) bitte die Finger lassen. Denn kein Auto, keine Küche und schon gar kein Urlaub sollte über einen Kredit finanziert werden. So günstig kann man nicht buchen, dass sich das noch lohnen würde.

Nun stellt sich die erste Frage: Wie komme ich denn an meine Geldreserve, die im besten Fall der Höhe eines Nettogehaltes entspricht? Wie komme ich an ein prall gefülltes Sparkonto?
Die wenigsten wissen, wieviel Geld sie eigentlich übrig haben.

Einziger Weg, der so einfach ist: eine Kostenrechnung erstellen. Natürlich, es klingt nicht einmal annähernd so spaßig wie Shopping. Doch für das nächste erfolgreiche Shopping, geben Sie sich einen Ruck und erstellen eine Excel-Liste, laden eine entsprechende App herunter oder nutzen ein anderes Medium. Welches ist dabei egal, wichtig ist einzig und allein, dass Sie am Ball bleiben und sich nicht selbst belügen. Schreiben Sie jeden Cent auf, den Sie ausgeben. Aufgeteilt in die jeweilige Rubrik (bspw. Auto, Tanken, Raumkosten, Ausgehen etc.) wird nach kurzer Zeit auffallen, wo das meiste des hart erarbeitenden Gehaltes hinfließt. Hierbei kommt es übrigens immer wieder zu Überraschungen!

Eine solche Kostenrechnung muss nicht zwingend bis an das Ende des Lebens geführt werden. Oft reicht schon ein Quartal, um ein gutes Gefühl dafür zu erhalten, wo Stellschrauben sind und wieviel Geld tatsächlich übrig bleibt.

Ist das klar, steht das Tagesgeldkonto offen für monatliche Überweisungen. Diese werden dann bitte schnellstmöglich vergessen – damit nicht bei dem kleinesten Engpass oder akuter Kaufsucht dieses Tagesgeldkonto wieder geplündert wird. Am Ball bleiben und ein Nettogehalt ansparen. Das Gefühl es geschafft zu haben ist unvergleichlich.

Steht die Geldreserve für Unwägbarkeiten, kann es weitergehen mit dem Sparkonto. Es gibt unzählige Möglichkeiten der Sparformen, welche nicht alle Platz in diesem Artikel finden können. Ob dabei konservativ angelegt wird oder in Fonds, ist jedem selbst überlassen. Beide Formen haben Vor- wie auch Nachteile, die hier und heute nicht erörtert werden.

Grundsätzlich gilt, dass Geld kein Spielzeug ist – und wenn doch, dann nur wenn noch genug für schlechte Zeiten da ist. Wieviel in dieser Gleichung „genug“ ist, entscheidet jeder für sich selbst.
Doch bei aller Sparfreude gibt es einen Punkt, der immer wichtiger ist: das Rückführen aktueller Kredite. Denn kein Sparzins schlägt den Kreditzins, der auf den aktuellen Sollstand berechnet wird. Und ohne zu zahlenden Kreditzins bleibt am Monatsende wieder ein kleinerer oder größerer Betrag übrig, der fürs Sparen verwandt werden kann. Oder Schuhe.